LANDESVERBAND
SACHSEN–ANHALT
DEUTSCHER KOMPONISTEN e.V.

Der Verband

Struktur

Geschäftsadresse:

Landesverband Sachsen-Anhalt Deutscher Komponisten e. V.
Böllberger Weg 188
D-06110 Halle (Saale)

Vorstand:

Revisionskommission:

Kuratorium der Hans-Stieber-Stiftung:

nach oben

Geschichte

Am 6. April 1951 wurde in Berlin der Verband Deutscher Komponisten und Musikwissenschaftler (VDK) gegründet. Zunächst war der Verband dem Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands eingegliedert. Mit dem 1. April 1952 erhielt er einen selbstständigen Status. Von 1951 bis 1960 war Ottmar Gerster Vorsitzender. Waren zunächst nur Komponisten und Musikwissenschaftler Mitglied, so wurden ab 1963 selbstständig tätige Interpreten und ab 1967 auch Musikerzieher aufgenommen. So sehr die Strukturen wie die Aufnahmemodalitäten sowjetischen Vorbildern glichen, so sehr günstig erwies sich für das kompositorische Schaffen jene Verbindung der Komponisten mit Musikologen, Pädagogen und Interpreten als sinnvoll. Seit 1973 hieß der Verband Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR (VKM). Ab 1968 war dann Ernst Hermann Meyer der Präsident des Verbandes. Später folgten Walter Siegmund Schultze und Hans J. Wenzel. Entsprechend der späteren Einteilung der DDR in 15 Verwaltungsbezirke entstanden verschiedene Bezirksverbände. Da bei ihrer Einrichtung noch die Aufteilung des Staatsgebietes in Länder galt, wurde der Landesverband für Sachsen-Anhalt mit der Landeshauptstadt Halle (Saale) zum Bezirksverband Halle-Magdeburg des Verbandes der Komponisten Musikwissenschaftler der DDR. Aus diesem Bezirksverband rekrutierte sich 1990 als Komponistenverband in Sachsen-Anhalt der Landesverband Sachsen-Anhalt Deutscher Komponisten e.V. (LVDK), der nun als gemeinnütziger Verein der Förderung des zeitgenössischen Musikschaffens in Sachsen-Anhalt verpflichtet ist. Die Mitgliederstruktur hatte sich als sinnvoll erwiesen, so dass es keine Notwendigkeit gab, einen reinen Berufsverband zu kreieren. Die Landesverbände wurden selbstständige Vereine nach bundesdeutschem Recht und die meisten lösten sich damit von der Berliner Zentrale. Als Vorsitzender für den nun gegründeten Landesverband Sachsen-Anhalt wurde der hallesche Komponist Gerd Domhardt (1945-1998) gewählt. Der Komponist und Klarinettist Johannes Reiche übernahm nach dem Rücktritt Domhardts 1994/95 für ein Jahr den Vorsitz. Seit Dezember 1995 ist der Komponist Thomas Buchholz Vorsitzender der Verbandes und damit zugleich Künstlerischer Leiter der Hallischen Musiktage.

nach oben

Gegenwärtige Vereinsarbeit

Die heutige Selbständigkeit des LVDK entspricht seiner Rolle als Förderverein. Durch zahlreiche Aktivitäten bereichert der Verband das kulturelle Leben in Sachsen-Anhalt. Neben dem Festival Hallische Musiktage gestaltet er Konzertreihen wie Galeriemusik-Musikgalerie, veranstaltete Konzerte und Projekte in Gymnasien und initiierte wissenschaftliche Kolloquien zu Fragen der Neuen Musik. Auch die Veranstaltungsreihe Annäherung - Neue Musik im Gespräch war ursprünglich eine Initiative des Komponistenverbandes, bis sie 1998 aus organisatorischen Gründen in eine neue Trägerschaft überführt wurde. Darüber hinaus ist der Verband Träger der Hans-Stieber-Stiftung, die aller zwei Jahre einen Preis für junge Komponisten oder Musikwissenschaftler auslobt. Die Vereinsstruktur als gemeinnütziger Verein zur Förderung des kompositorischen Gegenwartsschaffens erlaubt durch seine Mitglieder, die aus vielen Bereichen kommen, ein breites Spektrum an Aktivitäten. Dabei hält der Verband zu anderen Vereinen intensiven Kontakt, um gemeinsame Projekte zu gestalten. Partnerschaften bestehen zum Förderkreis des Händel-Hauses, zur Gesellschaft für Neue Musik oder zum Deutschen Tonkünstlerverband. Auch zum Förderverein der Komponistenklasse Halle - Dresden gibt es gute Kontakte. In den Veranstaltungen und Projekten des Verbandes wird viel Wert auf die Förderung des kompositorischen und interpretatorischen Nachwuchses gelegt. So finden sich neben den Konzerten mit Werken junger Komponistinnen und Komponisten auch solche, in denen Nachwuchsinterpreten aus den Bereichen der Musikschulen und der Spezialgymnasien mit zeitgenössischen Werken auftreten.

Das Leistungsangebot für die Komponisten bietet nicht nur zahlreiche Aufführungsmöglichkeiten, die Vermittlung von Kompositionsaufträgen oder Beratung in Fragen des Urheberrechts und der GEMA, auch die Verwaltung eines Komponistenarchivs erlaubt uns einen umfangreichen Auskunftssevice, nicht nur für Mitglieder. Das umfangreiche Archiv des Verbandes wurde zur wissenschaftlichen Archivierung dem Händel-Haus Halle übergeben. Mittlerweile wird das Archiv für wissenschaftliche Arbeiten und Dissertationen genutzt, was von der musikologischen wie kulturgeschichtlichen Bedeutung des gesammelten Materials zeugt. Verbandsinterne Veranstaltungen wie "Diskurse über Töne" sind ein weiterer Bestandteil einer regen Vereinstätigkeit. Sie ermöglichen Kollegen wie Interessenten aller Sparten den Gedankenaustausch und das Gespräch.

nach oben